Nicht erst seit Ausbruch des neuartigen Corona-Virus.

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Profi-Tippszu Hygiene & Reinigung

Lippstadt, 05. März 2020  |  Lesezeit: 2 Minuten

Feinste Tröpfchen auf Kita-Fußböden sorgen für hohe Krankenstände

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Wer kleine Kinder hat, steckt sich öfter bei seinen Kindern an oder bleibt zu Hause, um die kleinen Patienten zu pflegen. Allein im Jahr 2018 gab es auf 100 beschäftigte Mitglieder der Betriebskrankenkassen 27,4 Kinderkrankengeldtage für Frauen.

Nicht erst seit Ausbruch des Corana-Virus sind Kitas Orte, an denen sich Kinder, Personal, Eltern und Betreuungspersonen in einem hohen Maß wechselseitig anstecken. In bestimmten Phasen der Influenza erkranken insbesondere jüngere Kinder an dem Virus.

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Gemeinschaftseinrichtungen, in denen überwiegend Säuglinge, Kinder oder Jugendliche betreut werden, in Hygieneplänen innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Infektionshygiene festlegen (https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/ifsg/36.html). Mit der Formulierung „innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Infektionshygiene“ überlässt man es den Gemeinschaftseinrichtungen, wie sie ihre Hygiene- und Reinigungspläne gestalten. Wichtig ist, dass alles erfasst wird und Hände- und Hautkontaktstellen täglich desinfizierend gereinigt werden. Außerdem muss sichergestellt sein, dass Reinigungs- und Desinfektionsmittel nicht in die Hände von Kindern gelangen können.

So wie es aus Gründen der Datensicherheit Datenschutzbeauftragte gibt, sollte jede Gemeinschaftseinrichtung einen Hygienebeauftragten haben, der die Verantwortlichen für die Reinigung in der Kita schult. Insbesondere bei saisonal bedingten Erkältungswellen, bei Durchfallerkrankungen oder Virengefahr muss eine desinfizierende Reinigung gewährleistet sein, auch die des Spielzeugs.

Hygienische Fußbodenreinigung

Hygienepläne für die Sanitär- und Küchenbereiche finden sich in vielen Kitas. Sicher wird auch täglich der Boden feucht gewischt. Das reicht für eine desinfizierende Reinigung aber nur dann aus, wenn dem Wischwasser Desinfektionsmittel in der richtigen Dosierung zugefügt wird.

Wie wichtig das in einer Kita ist, lässt sich leicht nachvollziehen: Bei jedem Niesen oder Husten gelangen feinste Tröpfchen in den Raum und sinken mit einer Fallgeschwindigkeit von einem Zentimeter pro Minute auf den Boden, über den die Säuglinge krabbeln und auf dem die größeren Kinder herumtollen und spielen. Sind die Kinder 98 cm groß dauert es also gut 1,5 Stunden, bis die Viren sich auf dem Fußboden ansiedeln. Niest ein krabbelnder Säugling in 15 cm Höhe, ist nach 15 Minuten alles auf dem Boden angekommen.

Neben einer Flächenreinigung unter besonderer Berücksichtigung der Kontaktstellen wie Türgriffen und Lichtschaltern, aber auch von beliebten Spielutensilien ist für Kita-Kinder, das Personal und auch die Eltern und Bezugspersonen, die die Kleinen bringen und abholen, die persönliche Hygiene die beste Möglichkeit, Infektionsketten nicht in Gang zu setzen und vorhandene zu durchbrechen. Darum heißt es: Händewaschen nach jedem Toilettengang und vor jeder Mahlzeit.

S.T.