Hygiene-Lektion mit positiver Nebenwirkung

Mit Qualitätsmanagement alle Hygienekriterien im Krankenhaus sicherstellen

Präventive Hygienemaßnahmen helfen, die Verbreitung des Sars CoV-2-Virus und das Infektionsgeschehen insgesamt einzudämmen. In vielen Krankenhäusern führten ein besseres Hygienebewusstsein bei den Patienten und weniger Besucher zu einem Rückgang meldepflichtiger Infektionskrankheiten. Damit gefährliche Mikroorganismen wie Viren und gramnegative Bakterien jetzt kein leichtes Spiel auf den Stationen im patientennahen Umfeld haben, sollte das Qualitätsmanagement nachziehen.

Die Corona-Pandemie ist eine teure Lektion in Sachen Hygiene für Krankenhäuser – jedoch mit positiven Nebenwirkungen. Bundesweit sank die Zahl der meldepflichtigen Erkrankungen im letzten Jahr um 29,7 Prozent. Das ist im Nardini Klinikum, einem Verbundkrankenhaus mit zwei Standorten in Zweibrücken und Landstuhl, nicht anders. „Auch vor Corona hatten wir nur sehr wenige MRSA-Fälle und so gut wie keine Verbreitung von Noroviren in unseren Krankenhäusern. Auch der Einsatz von Antibiotika konnte zurückgefahren werden“, berichtet Waltraud Heinrich, Leiterin der KSG Krankenhausservices.

Das Nardini Klinikum setzt seit drei Jahren auf ein Qualitätsmanagement bei der hygienischen Reinigung auf den Stationen, um die Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen der Krinko und die Hygienekriterien der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene für den Reinigungsdienst sicherzustellen. Der Kampf gegen Viren, Bakterien und Co. wird in den Krankenhäusern nicht erst seit Sars CoV-2 geführt. Er betrifft auch den noch immer zu wenig beachteten patientennahen Bereich. Denn Krankheitserreger können nicht nur durch Hände, Instrumente, Aerosole oder Blut, sondern auch über unbelebte Flächen im Patientenumfeld übertragen werden. In rund 250 Ist- und Risikoanalysen, die seit 2013 in bundesdeutschen Kliniken durchgeführt wurden, wird die Verantwortung für den patientennahen Bereich meist der Abteilung Pflege zugesprochen. Das Pflegepersonal ist zwar täglich am Bett des Patienten, reinigt die Flächen aber nur dann, wenn es pflegerisch tätig ist.

Fazit: Eine gezielte Hand- und Hautkontakt stellen desinfektion liegt zwar im Arbeitsbereich der Pflege, ist aber in der Regel nicht als Standard mit Nennung der Hand- und Hautkontaktstellen festgelegt und somit nicht im Bewusstsein verankert.

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Quelle:

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by Dr. Wolf Zimmermann
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